Worauf sollte man beim Tagesgeld achten?

Ein Tagesgeldkonto bietet viele Vorteile. Doch wo Vorteile sind, gibt es auch Nachteile. Und deswegen sollte man nicht blauäugig einfach irgendwo ein Tagesgeldkonto abschließen, ohne sich mit den Konditionen vertraut gemacht zu haben. Denn die sind von Geldinstitut zu Geldinstitut verschieden. Fakt ist – und das ist überall gleich: Ein Tagesgeldkonto bietet die Möglichkeit, täglich über das Geld zu verfügen und es verspricht höhere und somit attraktivere Zinsen als das Sparbuch.  Ein Tagesgeld wird meist als Online-Konto geführt, weswegen ein Abschluss im Internet problemlos möglich ist.

Wer die Absicht hat, ein solches Konto zu eröffnen, der sollte im Vorfeld einen Tagesgeld Vergleich durchführen. Dafür gibt es zahlreiche Anbieter, die das kostenlos durchführen. Wer das tut, der wird sehr schnell sehen, dass die Konditionen doch recht unterschiedlich sein können. So pendeln die Zinssätze in der Regel zwischen einem und drei Prozent. Ein Unterschied von zwei Prozent hört sich erst mal nicht viel an. Wenn man allerdings eine Summe von beispielsweise 10.000 Euro zugrunde legt, dann sind zwei Prozent immerhin 200 Euro – kein Pappenstiel. Und schließlich legt man das Geld ja der Zinsen wegen an, nicht wahr?

Die Zinsen sind beim Tagesgeld immer an den Tag gebunden. Das bedeutet, dass die Bank das Recht hat, die Zinsen täglich zu ändern. Zu erhöhen, aber auch zu senken. In der Regel tut sie das natürlich nicht, denn wenn die Zinsen zu niedrig werden, dann kann der Kunde sein Konto sofort leerräumen und ein attraktiveres Angebot annehmen. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass die Zinsen sich ändern (aktuell (November 2009) senkt eine der zinsstärksten Banken, die Royal Bank of Scotland den Zinssatz von 2,5 auf 2,3 Prozent). Meist ist der festgelegte Zinssatz aber auf mindestens ein Jahr angelegt. Unterschiede gibt es auch bei der Zinszahlung. Viele Banken zahlen die Zinsen einmal im Jahr, immer am 31.12. Andere Banken zahlen halbjährlich oder vierteljährlich aus und sogar eine monatliche Auszahlung ist möglich. Immer besser ist eine kürzere Auszahlungsperiode, da hierbei die Zinsen im nächsten Zeitraum mit verzinst werden. So entsteht der sogenannte Zinseszins.

Ein Wort vielleicht noch zur allgemeinen Lage auf dem Finanzmarkt. Von Krisen muss sich ein Tagesgeldkonto nicht beeindrucken lassen, denn das Gesetz sichert den Anlegern eine Einlagensicherung zu und zwar zu 100 Prozent, bis zu einer Höhe von 50.000 Euro. Das bedeutet, dass man sein Geld von Gesetzes wegen auch bei einer Insolvenz der Bank zurückbekommt. Somit ist das Tagesgeld eine sehr sichere Geldanlage.

Das Tagesgeld ist zwar täglich verfügbar, wer jedoch weiß, dass er demnächst dringend Geld braucht, der sollte das Geld rechtzeitig anweisen. Eine Überweisung dauert im nationalen Zahlungsverkehr bis zu drei Tage. Liegt noch ein Wochenende dazwischen, dann verlängert sich das Ganze natürlich. Somit ist die tägliche Verfügbarkeit ein klein wenig relativiert. Das Tagesgeld ist ein prima Konto für alle, die höhere Zinsen möchten, als das Sparbuch verspricht und die dennoch täglich über ihr Geld verfügen wollen. Da die Konditionen doch recht unterschiedlich sein können, ist ein Tagesgeld-Tarifvergleich anzuraten, den man jederzeit und kostenlos im Internet durchführen kann.