Beispiele: Einsatzbereiche von Tagesgeld
Beispiel 1: Eine Familie hat eine Erbschaft gemacht und möchte sich davon ein neues Auto kaufen, weiß aber im Vorfeld noch nicht genau, wann das der Fall sein soll. Auch muss das Auto erst gebaut werden, es kann also noch gut ein halbes Jahr oder länger dauern. Das Geld fest anlegen ist Quatsch, weil man nicht weiß, wann man es braucht. Also legt man es auf das Tagesgeldkonto. In unserem Beispiel hat die Familie eine Summe von 50.000 Euro angelegt, die sie nach einem halben Jahr wieder abhebt und die mit drei Prozent verzinst wurden. Somit ergibt sich ein Zins von 750 Euro für das halbe Jahr.
Beispiel 2: Die Oma möchte für Ihren Enkel ein Konto anlegen, das er mit 18 bekommt. Der Enkel ist 12 Jahre und die Oma zahlt monatlich 100 Euro auf 6 Jahre ein. Das wäre eine Gesamteinlage von 7.200 Euro. Bei einem Zinssatz von drei Prozent (sofern er die sechs Jahre konstant bleibt), wären das bei einer jährlichen Zinszahlung Zinsen in Höhe von knapp 800 Euro. Hier muss man berücksichtigen, dass die Zinsen, die am Ende des jeweiligen Jahres gezahlt werden, mit verzinst werden müssen.
An diesen beiden Beispielen merkt man, dass Tagesgeld sehr lukrativ sein kann, sowohl in einem kurzen Anlagezeitraum, wie auch in einem langen. Da es sich beim Tagesgeld in den meisten Fällen um ein Online-Konto handelt (die Banken wollen die Kosten so gering wie möglich halten), muss der Anleger einen Computer haben und Onlinebanking einrichten, da er sonst keine Ein- oder Auszahlungen tätigen kann. Der Tagesgeld Vergleich sowie dessen Beantragung ist natürlich ebenfalls online möglich.